© Julia Wudler

We are family!

Alleinerziehende im Portrait: Julia Wudler

Schwangerschaften passieren oft ungeplant. So war es bei Julia Wudler aus Vorarlberg. Nach einer flüchtigen Beziehung mit ihrem Bekannten aus der Jugend merkte sie, dass sie schwanger war. Sie entschied sich für ihr Kind. Kurz versuchten sie, zusammen zu sein, doch es passte einfach nicht. 

Den Vater beschreibt Julia als wenig involviert. Julia ließ die Vaterschaft auf Wunsch des Vaters gerichtlich klären. Die Kinder- und Jugendhilfe klärte die Unterhaltsregelung. 

Seit der kleine Paul etwa fünf Jahre alt war, einigten sie sich, dass das Kind jedes zweite Wochenende bei seinem Papa ist. Eine große Rolle spielte hierfür die Oma (Mutter des Kindesvaters). Sie bemühte sich um eine aktive Beziehung. 

Heute ist Paul acht Jahre alt. Julia wünscht sich, dass ihr Sohn emotional stark und selbstbewusst groß wird. 

© Julia Wudler

Als kleine Familie wollen sie zeigen, dass Alleinerziehend-Sein eine genauso wertvolle Form des Aufwachsens darstellen kann – dass es nicht bedeutet, alles perfekt zu schaffen, sondern jeden Tag Verantwortung zu tragen.

Wie Julia meint: ohne Pausetaste und ohne Ersatzbank. Bei Alleinerziehenden-Treffen in ihrer Umgebung findet Julia Resonanz. Sie findet es schön, sich mit Gleichgesinnten über ähnliche Situationen oder Probleme auszutauschen. 

Mit folgenden Worten beschreibt sie ihren Alltag sowie die Herausforderungen als Alleinerzieherin: “Paul und ich gehen gerne zusammen ins Kino oder ins Schwimmbad,  mögen es aber auch mal gemütlich zuhause beim Zocken (Paul versucht mir gerade Minecraft beizubringen). Ich gehe regelmäßig zum Yoga, das ist so meine ganz persönliche Stunde nur für mich. Es braucht verlässliche Betreuung, die auch leistbar bleibt, faire Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Anerkennung statt stiller Erwartung, dass wir das schon irgendwie alleine schaffen.”  

Alle Portraits

Neben der Basisarbeit der Interessenvertretung, der Vernetzungs- und der Öffentlichkeitsarbeit bilden weitere Projekte der ÖPA eine zentrale Säule unserer Arbeit. 

Wenn Alleinerziehende ungleich behandelt werden, zeigen wir das auf.

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